Tee Caddy (circa 1790)/ Tea Caddy(Round 1790)

Dame Handtasche (ca.1789)ladies handbag (Round 1789)

DEUTSCH

 

Es ist vielleicht interessant zu erwähnen wie das kreative Hobby mit Pergamentpapier entstanden ist. Lassen Sie uns in der Zeit zurückreisen.

Die Kunst mit Pergamentpapier entspringt aus dem Fertigen von religiösen Bildchen. In Deutschland, Belgien und Holland begann man mit dem Fertigen dieser Bildchen, weil hier die Katholische Kirche schon immer stark anwesend war. Es waren hauptsächlich Verehrungs- und Heiligenbildchen, später auch Kommunionskarten.

Im 14. Jahrhundert wurden die Bilder gänzlich mit der Hand gezeichnet; ein Jahrhundert später, als der Buchdruck erfunden wurde, graphierte man sie in Holz und später auch in Kupfer. So druckte man sie in hoher Anzahl, erst auf Pergament, danach auf geschöpftes Papier. Die religiösen Bilder wurden zuerst nur schwarz-weiß gedruckt und danach eventuell mit der Hand eingefärbt. Sie gaben vor allem das Leid Jesus Christus am Kreuz, Heiligen- und Bibelvorstellungen wieder.

Nachdem sich der Buchdruck weiter entwickelte, wurden die Bildchen immer öfter mechanisch produziert und in höheren Stückzahlen hergestellt. Dies war positiv, weil die Nachfrage stieg.

Im 18. Jahrhundert begann man die Abbildungen auch auf ein größeres Stück Pergament zu drucken und verzierte den breiten Rand um die Abbildung herum mit einer handgemalten Dekoration. So kam die Handarbeit zum Teil wieder zurück.

Erst in diesem Jahrhundert begann man den Rand mit Schneide arbeit zu verzieren, zuerst mit der Hand und später auch mit Stanzmaschinen. Die Handarbeit war oft das Werk von Klosterschwestern und Begine, die das echte Pergament weiter hin benutzten. Erstaunlich ist, dass sie damals schon mit Standardmassen: 29 x 21 (ca. Din A4) und 21 x 14 (ca. Din A5) hantierten.

Im 19. Jahrhundert sieht man, dass in Frankreich, hauptsächlich in Paris, die gefertigten Abbildungen einen romantischen und süßen Einschlag bekommen. Viele Engel, Mädchengesichter und Blumen wurden abgebildet. Es wurde mit Relief gearbeitet und man fügte 3-D Elemente hinzu, zum Beispiel bei Kommunionskarten. Bei Abbildungen auf Kommunionskarten wurde der Rock zum Beispiel aus Spitze oder Tüll gefertigt, oder es gab auch Karten, wo man eine Tür öffnen konnte usw. Schön perforierte Dekorationsränder rund um die Bilder wurden meistens mechanisch gestanzt. Die Karten waren einfach, also nicht gefaltet. Auf der Rückseite schrieb man einen Glückwunsch mit Feder und schwarzer Tinte.

Die Bet- und Kommunionsbilder wurden durch Familien auch in andere Länder geschickt, so auch nach Süd-Amerika, wo der Katholische Glaube weit verbreitet ist.

Seit dem letzten Jahrhundertwechsel werden die religiösen Karten in Europa und Südamerika wieder von Hand gefertigt, aus Pergament, normalem Papier oder Pergamentpapier. Man zieht die religiösen Abbildungen nach, perforiert die Ränder, schneidet darin und bringt ein Relief in das Material. Oft wird in der Mitte der Karte Platz frei gelassen, um ein Photo oder einen Druck hineinzukleben.

Sehr populär zum Selbermachen waren Kommunionskarten und Karten für jährige Mädchen. In vielen südamerikanischen Ländern werden Mädchen mit 15 zur Frau, und das feiert man mit einem grossen Fest. Die Gäste fertigen dann eine Karte oder kaufen eine handgearbeitete Karte, worauf man ein Mädchen in einer Art Brautkleid sieht und überreichen diese mit den besten Glückwünschen.

Der Schritt vom ende des 19. Jahrhunderts zur Gegenwart ist nicht gross.

 

 

ENGLISH

 

It is interesting to mention how the creative hobby with Parchment came about, let us go back in time.The art with parchment arises from manufacturing of religious little pictures. One started in Germany, Belgium and Holland with manufacturing these little pictures because of the Roman Catholic Church was strongly always present there. It was mainly admiration and little holy pictures, later also communion cards.

In the 14th century the pictures were hand drawn completely by hand; a century later then the letterpress was invented firstly it was graphic on wood and then on copper, where a high numbers were printed, first onto parchment then on hand made paper. Only in black-white were the religious pictures printed afterwards eventually coloured in by hand. They gave Jesus Christ primarily the sorrow and pain of him on the cross, reminding the holiness from the Bible. After the letterpress developed further, the little pictures were produced by mechanically means in higher quantities. This was very positive because of the great demand had increased.

In the 18th century, one started to print the illustration also on lager parchment, and decorated around the borders of the illustrations with hand-painted decoration. Therefore, the work done by hand partly came back again.
Only in the century, one started to work and decorated the edges by Perforating and embossing. Firstly it was done by hand, and then with stamping machines. The handwork was produced by Nuns, which furthered the use of the genuine parchment. Astonishing thing was that the standard sizes of paper at that time was 29 x 21 (approx. Din A4) and 21 14 (approx. Din A5)

In the 19th century on saw that in France mainly in Paris; the manufactured illustrations were getting a romantic and sweet element. Many angels, girl faces and flowers were shown; relief was worked with 3D elements, for example at communion cards. With illustrations on communion cards the dresses was manufactured for example from lace or tulle, or there also were cards where one could open a door etc. The perforated decoration edges around the pictures were mechanically produced. The cards were not folded, one wrote congratulations on the back of the card with feather pen with black ink. The praying and communion pictures were sent by families, also in other counties, also to South America, where the Roman Catholic faith was widely spreaded.

Since the last century, religious cards have changed from manufactured into handmade cards again, produced out of parchment, normal paper or parchment paper. The religious illustrations were perforated at the edges, to make a relief, and in the middle, one would put a photo or place some kind of picture.Hands made Communion cards were very popular for girls at the age of 15 years, in South America countries. At this age they turn to womanhood, and is celebrated with such a card. The guests then produce a hand made card, a girl wearing what looks like a brides dress, this is then given to her with the best of wishes. The step from the 19th century until now has not changed very much.